Burnout und dessen emotionale Hintergründe

Kennen Sie das? Die Gedanken kreisen, aber es hört nicht auf zu denken! Es denkt und denkt…

Dieser Vorgang ist ein hochkomplexer Ablauf im Gehirn, körperlich spürbar und höchst anstrengend. Die Psyche, die Seele, unser ganzes System, koppelt sich an unseren Denkprozess an, zeigt Ursache und Wirkung als Gegenspieler in uns, bis hin zu somatischen Beschwerden und Alltagsproblemen.

Das Weiterexistieren im Beruf wird zu einer Königsdisziplin, um sich nicht anmerken lassen, wie ausgebrannt man ist. Das Wissen, ich habe schon so viel ausprobiert, lässt die Hoffnung, wie auch die Verzweiflung, als komplexen Gedankengang nicht mehr los.

 

Gedanken über das Denken

Denken wir zu viel, zu kompliziert? Was genau lösen Gedanken in uns aus? Sie beflügeln, sie treiben uns zu möglichen und unmöglichen Handlungen oder sie lähmen uns und eine Müdigkeit und eine Überforderung schlägt sich auf uns nieder. In der heutigen Zeit, sind das richtige Denken und der Erfolg damit, ein Seilakt zwischen der eigenen Menschlichkeit und Fürsorge, bis hin zur Auseinandersetzung mit der weltlichen Gesellschaftsstruktur eine Herausforderung.

Es braucht viel Kraft, viel Eigeninitiative und Selbstverantwortung, Geduld und vor allem die Überzeugung zur eigenen Lebensphilosophie, um die Gedanken als prosperierende Ressource zu erleben.

 

Gefühle

Gedanken, die in uns herumschwirren, sich verselbstständigen und uns beunruhigen, ängstlich oder glücklich sein lassen, sind immer vernetzt mit unserer Gefühlswelt. Ein Teil der Ursprünglichkeit jedes Menschen sind die Sinnesorgane. Prompt sind wir in einem Gedankenchaos und schon mitten in einem Kreis, der so endlos scheint. Gelebtes und ungelebtes fängt sich unbewusst an zu vermischen. Diese Mixtur zu differenzieren hat seine Tücken. Wir alle geniessen zu unserer eigenen Wahrnehmung eine Erziehung, Verhaltensmuster, ein soziales Umfeld, offene und räumliche Strukturen. Ich kann nicht, ich darf nicht, ich möchte aber, so ist man hin und hergerissen sich zu entscheiden. Ich glaube, das ist jedem von uns bekannt. Der Krater zwischen den gesellschaftlichen und anerzogenen Wünschen und unser eigenes, innerstes Fühlen, wird immer grösser.

Eine Müdigkeit breitet sich im Körper und in der Psyche aus, wenn wir ständig gegen unser innerstes Fühlen ankämpfen. Jeder Mensch hat Anspruch auf Respekt und Wertschätzung, denn daraus resultiert die Anerkennung und die Sichtweise jeder individuellen Leistung.

 

Strukturverlust

Ziele sind eine wichtige Voraussetzung zum Denken, bringen sie doch Ordnung und Struktur. Wie, Was, Wo, Wann, Wieviel und Warum. Struktur gibt Halt und Sicherheit und ein Wissen über Fragen und Feststellungen, die ständig in uns wuchern.

Ein Gefühl von: ja ich will, ist wichtig und lässt den Gedanken weiterkommen und zeigt ein Ziel. Erst jetzt wird es klar und wir können die Umsetzung in Angriff nehmen. Viele berufstätige Menschen wünschen sich mehr Ruhe, mehr Gelassenheit im heutigen Zeitmanagement und im gesellschaftlichen Wettkampfdenken. Eine globale Lösung für den Einzelnen gibt es nicht. Nur das Befassen mit dem Individuum verschafft Ruhe, Ordnung und Wissen.

 

Bin ich richtig unterwegs?

Bin ich im richtigen Beruf, in der richtigen Rolle und in einer für mich stimmigen Firma, die ihre Kultur lebt? „Gelebt werden“ kann Jahre/Jahrzehnte funktionieren. Irgendeinmal ist der Mensch an einem Punkt angelangt, wo die Kraftreserven leer sind. Die Forderungen gegen sich selbst lassen nach, die von aussen zugeführten Aufgaben, lassen einem nicht mehr atmen. Das äussere Lächeln das Herz traurig stimmt, das Gefühl sich breitmacht; es gelingt nichts mehr. Die Überforderung mit sich selbst und mit dem Umfeld wird anstrengender und unkontrollierbar. Das Selbstvertrauen sinkt in sich zusammen. Das Denken über das „Warum“ wird noch anstrengender und fast feindselig. Vieles scheint uns zu unwichtig um nach Aussen eine Transparenz zu schaffen. Das schlechte Gewissen, Schuldgefühle und Unwohlsein plagen uns und im sozialen Verhalten zeigt sich eine Wirkung, die ungesund ist.

Konsequenzen ziehen, sich hinstellen, zu etwas das Jahrelang im Bewusst-oder Unterbewusstsein geschlummert hat erfordert Standhaftigkeit und Vertrauen. Denn die Konsequenz und die Anerkennung zu sich selbst, erfordert sehr viel Stärke und Durchhaltewillen. Veränderung ist schwierig und macht Angst.

Ich muss mich nicht verändern, aber wissen, wie ich funktioniere und meine eigenen Anforderungen kennen.

 

Vorgehen bei ottpunkt

Wir nehmen uns Zeit und bieten Ihnen eine Standortbestimmung mit der Entwicklung zu sich selbst. Verantwortlichkeit und Verbindlichkeit klären, Selbstreflexion und Empathie verstehen. Emotion als Gleichwertigkeit erkennen.